Archiv für April 2013

Video: Adrien Raza boot Düsseldorf Indoorskimjam

Interview: Skimbowl

Seit wir Andy von Skimbowl auf der boot 2011 das erste mal getroffen haben ist viel Zeit vergangen. Zeit in der sich bei Skimbowl einiges getan hat. Neben einem schlagkräftigen team Junger motivierter Fahrer hat sich auch bei den Board viel weiter entwickelt. Zeit für ein Interview mit Skimbowl Gründer Andreas Krob

ISG: Moin Andy! Super das du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Und los geht´s: Ihr seid 2012 mit Skimbowl gestartet. Seit dem ist viel passiert und ihr habt alles andere als Däumchen gedreht. Erzähl uns von den technischen Neuerungen bei Skimbowl? Wir haben  mitbekommen, dass ihr euren Bestseller  den ,,Can“ Shape überarbeitet habt?
Andy:Hallo Benny, danke dass Du mich eingeladen hast ein wenig über unser letztes Jahr und unsere neusten Entwicklungen zu erzählen. 2012 war ein Jahr in dem wir noch viel lernen mussten. Zuerst waren die boards noch nicht in der Qualität lieferbar die wir uns vorgestellt hatten. Also haben wir nach einem sehr erfolgreichen Start auf der boot 2012 erst einmal eine Verkaufspause einlegen müssen. Unser gesamter Herstellungsprozess musste umgestellt und durch eine permanente Qualitätskontrolle optimiert werden. Seit Juni 2012 liefern wir nur noch erstklassige Ware.

ISG: Aber Ihr habt ja dann nicht nur verkauft, sondern wieder weiterentwickelt?

Andy: Ja, genau.  Alle Fahrer waren sehr zufrieden mit den Eigenschaften vom Can. Shape Trotzdem hat es uns gereizt das Board weiter zu optimieren. In Gesprächen mit Max Felsner, Student an der Fachhochschule Technikum Wien, Studiengang Sports Equipment Technology, entstand die Idee, die Optimierung unseres Erfolgsmodell als Diplomarbeit zu gestalten. In der darauffolgenden Zeit hat Max sich intensiv mit den Auswirkungen des shapes auf die Drehfreudigkeit und Gewicht des Skimboards beschäftigt.

ISG: Mit welchem Ergebnis?

Andy: Mit einer Diplomarbeit für Max und einem neuen Modell für uns. Das neue can, die max Serie, ist 10% leichter geworden und um 30% drehfreudiger. Max hat das an sehr vielen Original-Testboards mit unterschiedlichen shapes in vielen Test erarbeitet und berechnet sowie theoretisch nachvollzogen.

Anhand dieser Ergebnisse haben wir dann den shape  verändert. Seit der boot 2013 ist die max Serie jetzt am Markt und sehr erfolgreich. Unser altes can ist aber noch im Programm, da wir auch rider haben, die gerne ein Board mit mehr Gewicht für lange Obstacles haben wollen….. und der Spin ist bei dem alten can ja auch nicht ohne.

ISG: Was macht eurer Meinung nach ein richtig gutes Flatlandboard aus?

Andy: Ein gutes Flatlandboard muss mehrere Eigenschften haben. Erstens muss es viel aushalten können. Die Boards, die man heute kaufen kann sind so teuer, dass es sehr ärgerlich ist wenn es durch einen Kratzer kaputtgeht; wenn es Wasser zieht oder delaminiert. Flatlandboards werden gequält…. Unsere Boards halten das aus. Sie haben eine Delaminierungsgarantie und ziehen kein Wasser. Unser patentiertes Material ist einzigartig.

Zweitens muss das board für Tricks geeignet sein. Gutes Spinverhalten, guter Pop, dynamischer Flex und ein anständiges Gewicht. Viele boards sind zu leicht und Gewicht ist die einzige Energie neben den Laufeigenschaften die einen skimmen lassen… gerade über lange Obstacles.

ISG: Ihr habt aber nicht nur eure Boards technisch weiter verbessert, getestet und viel mit unterschiedlichen Materialen  experimentiert. Parallel dazu wurde auch noch ein Team von jungen begeisterten Teamfahrern gebildet. Die Jungs testen eure Boards jetzt auf Herz und Nieren. Ihr bezieht eure Teamfahrer direkt in die Entwicklung der Boards mit ein? Was würdest du den jüngeren Skimboardern mit auf dem Weg geben um gesponsert zu werden?

Andy:Leidenschaft! Unser Team ist sehr heterogen und wir sind hier am Anfang sehr emotional analytisch herangegangen. Wir wollten Fahrer unterschiedlichen Alters und Gewichts, mit unterschiedlicher Erfahrung im skimmen an sehr unterschiedlichen spots, die uns symphatisch waren… Jetzt langsam entwickelt sich unser Team in die skimbowl-support-rider und die Teamrider. Wir möchten weiterhin immer wieder jungen skimboarden die Chance geben mit und für uns zu fahren, deshalb unsere supported-rider. Hier sind alle Wasserverrückten angesprochen die im Neo, im Januar, Obstacles rocken usw…. Wer länger und engagiert supported rider war kann dann ins Team aufrücken. Unsere rider stehen mit uns im engen Dialog, das heisst  Kommunikation in beide Richtungen. Fahrer die mit uns zusammenarbeiten, sollen nicht nur günstig ein Board abstauben wollen , sondern eigene Ziele verfolgen und mit uns gemeinsam den Weg dorthin gehen. Zum rider wird man nicht ausgesucht, sondern man macht sich durch stetiges Engagement selbst dazu….

ISG: Das hört sich super an! Bereits 2012 war Skimbowl ja auf einigen Events vertreten wie z.B mit uns auf der boot in Düsseldorf oder beim Skimjam in Pelzerhaken an der Ostsee. Was ist 2013 geplant? Wo kann man eure Boards testen?

Andy: Im August planen wir eine hike and skim tour ins Tessin. In der italienischen Schweiz möchten wir erst mit der steilsten Standseilbahn Europas (Steigung 87,%) und dann nach einer kurzen Wanderung zu einem Bergsee auf 2022m Höhe aufsteigen; zum Lago di Tom. Dieser Bergsee hat einen schönen weissen Sandstrand und soll von uns gerockt werden. Sozusagen Flatlandskimmen im Highland!  Da dort im Moment aber noch Schnee liegt und es noch nicht eisfrei ist, werden wir in Kürze zu einer ersten Besichtigung aufsteigen… wer Lust hat mitzukommen, bitte melden. Nähere Infos und der genaue Termin in Kürze.

ISG: Flatlandskimboarden macht weltweit gerade eine interessante Entwicklung durch. Wo siehst du den Sport in 10 Jahren. Auch hier in Europa hat sich einiges getan! Wie nimmst du die Szene in Europa und vor allen in Deutschland wahr?

Andy: Flatlandskimmen ist immer noch eine Nischensportart, die sich aber rasant entwickelt. Wir hätten nie gedacht was in den letzten zwei Jahren auf Herstellerseite passiert ist. Demnach muss es also Kunden und Nachfrage geben. In die Zukunft schauen kann ich nicht aber ich rechne mit einer steigenden Anzahl von neu entdeckten und künstlich angelegten Spots und einer damit einhergehend grösseren Community an skimmern. Prädestiniert fürs Flatlandskimmen sehe ich grosstädtische Parkanlagen mit extra skimbahnen… so haben die rider und die Passanten etwas davon.

ISG: Dann wünschen wir euch für 2013 weiter viel Erfolg mit Skimbowl und macht weiter so! Danke für das Interview. Mehr Infos über Skimbowl auf der neuen Homepage




Video: In Time, On Time: Episode 2

Matt McDonald und DB Teamrider Emile Panerio mit einem neuen schicken kurzfilm.

Out now: Flatland Magazine Issue 01 – Volume 03

Flatland Magazine ist da! Die erste Ausgabe dieses Jahr ist aus deutscher Sicht besonders interessant: Es gibt einen Artikel über die deutsche Szene by Leo van Gemmern und Dani Prieß aus Scharbeutz ist mit seinem Video Northern Tides und einem Interview am Start! Viel Spaß beim lesen

Video: Chasing Corners

Geniales Video von Nick Vincent, Cedar Coba, Reilly Goldberg. Ziehts euch rein!